Grundsätzlich lassen sich die Begriffe Coaching, Supervision und Training unter dem Oberbegriff Beratung einordnen, wobei Beratung in diesem Kontext als sachorientierte Fachberatung bzw. die Weitergabe von spezifischem Expertenwissen zu verstehen ist.

Coaching.

Supervision.

Beratung.

Training.

Coaching.

Supervision.

Beratung.

Training.

Der Begriff Coaching wurde ursprünglich im Unternehmens- und Management-Kontext entwickelt und bezieht sich dabei vornehm auf das Verhalten von Führungskräften gegenüber ihren Mitarbeitern – sprich die Beratung für Manager.

Die Ursprünge von Supervision (frei übersetzt: Über-Blick) sind in der sozialen Arbeit bzw. im Non-Profit-Bereich zu finden. Fachkräften aus psychosozialen Berufsgruppen z. B. Therapeuten, Psychologen, (Sozial-) Pädagogen, Sozialarbeiter, Erzieher etc. wird hier die Möglichkeit eröffnet, ihr Handeln gegenüber Klienten wie auch Kollegen zu reflektieren und zu verbessern – sprich die Beratung für Berater.

Coaching.

Supervision.

Beratung.

Training.

Diese kontextabhängige Unterscheidung ist zwar historisch bedingt, die Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv) u.a. bewertet diese Differenzierung aber als unzeitgemäß und argumentiert, dass sich „Im Kontext der neuen Arbeitswelten und der galoppierenden Digitalisierung […] die Trennung zwischen Supervision und Coaching immer mehr auf[löst]“ (DGSv, 2017, S. 8) und „[…]  das Kernkonzept der Supervision“, sprich die Analyse des „Zusammenspiel[s] von Organisation, Person, Rolle und den Anspruchsgruppen […] in verschiedenen Feldern der Arbeitswelt sowohl unter dem Namen ‚Supervision’ wie auch als ‚Coaching’ nachgefragt [wird]. Die DGSv trägt aus diesem Grund beide Namen im Titel“ (DGSv, 2020).

Auch in meiner Arbeit als Coach und Supervisor sowie als Mitglied der DGSv verwende ich diese beiden Begriffe synonym und beschränke dieselben nicht auf bestimmte Zielgruppen.

Coaching.

Supervision.

Beratung.

Training.

Ein Training dient dem gezielten Auf- und Ausbau bzw. dem Einüben oder auch der Korrektur von bestimmten rollenspezifischen Verhaltensweisen sowie Fähigkeiten und kann in dieser Funktion sowohl im Coaching als auch in der Supervision als Werkzeug für den Transfer in die Praxis eingesetzt werden.

Als Fazit dieser begrifflichen Differenzierung lässt sich festhalten, dass es zwischen Coaching und Supervision sowie zwischen Training und Beratung zahlreiche inhaltliche wie methodische Überschneidungen gibt und die Übergänge zwischen allen vier Beratungsmaßnahmen in einer interdisziplinären Beratungspraxis zunehmend fließend sind.

Entscheidend an dieser Stelle ist die professionelle Haltung des Coaches bzw. der Supervisorin / des Supervisors mit der dazugehörigen ausgewiesenen Fachexpertise in Bezug auf Beratungskompetenz und Habitus, welche für die Etablierung einer tragfähigen Arbeitsbeziehung als Grundlage eines erfolgsversprechenden Beratungsprozesses wesentlich ist.

Hier finden Sie einen ausführlicheren Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Coaching, Supervision, Training und Beratung:

Quellen:

  • Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv) (2017): II. Strategische Kommunikation. In: DGSv (Hrsg.): Strategie umsetzen. Geschäftsbericht 2016/2017. Köln, S. 8-12
  • Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv) (2020): Supervision / Coaching. Konzept.